Auschwitz – ein Symbol für den Holocaust

Es ist der 26.01.08, Samstagmorgen und es ist kalt und dunkel und noch nicht einmal sechs Uhr. Viele Einwohner von Neusalza-Spremberg und Oppach schlafen noch.

Wir, eine Gruppe von Schülern der 9. und 10. Klassen der Mittelschule in Neusalza-Spremberg, haben uns mit unseren Geschichtslehrerinnen, Frau Gerlach und Frau Knoth, sowie unserer Deutschlehrerin, Frau Israel, auf den langen Weg nach Polen, Auschwitz gemacht, um die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu besuchen.

Gehört hatten wir schon viel über das damalige KZ, in dem zwischen 1940 und 1945 Millionen von Menschen kaltblütig ermordet wurden. Nun bot sich uns die Möglichkeit, die Gedenkstätte zu besuchen und uns vor Ort über die Massenmordmaschinerie zu informieren, den Ort zu besichtigen, an dem Hanna Schmitz aus dem Roman „Der Vorleser" von B.Schlink ihrer Tätigkeit als KZ- Aufseherin nachging und mit eigenen Augen zu sehen, wovon wir im Geschichtsunterricht gehört hatten.

Was wir während der Führung über die Geschichte dieses Vernichtungslagers und die Häftlinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, erfuhren und im Film sahen, ließ keinen von uns kalt und immer wieder stellten wir die Frage danach, wie so etwas nur möglich gewesen sein konnte: Berge von Kinderschuhen, Bürsten jeglicher Art, Brillen, Prothesen, Haare und Asche - letzte Zeugnisse derer, die hier ihr Leben verloren haben.

An der Todesmauer gedachten wir während einer Gedenkminute der vielen unschuldigen Toten und legten im Namen der gesamten Mittelschule ein Angebinde nieder.

Die Rückfahrt nach Hause verlief sehr ruhig, weil das Gehörte und Gesehene lange in uns nachwirkte. Erst nach und nach konnten wir über diesen furchtbaren Teil der deutschen Geschichte reden, uns austauschen und bei unseren Lehrern nachfragen. 

Die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10.Klassen der Mittelschule Neusalza-Spremberg