Konkurrenz für Glühbirne und Energiesparlampe
Dresden (dpa) - Forscher aus Dresden haben eine echte Konkurrenz zu Glühbirne und Energiesparlampe entwickelt: Sie erhöhten die Effizienz sogenannter weißer organischer Leuchtdioden (OLEDs), indem sie die Energieverluste reduzierten und die Lichtauskopplung verbesserten. «Das ist der erste Schritt in die Zukunft», sagte Doktorand Sebastian Reineke vom Institut für Angewandte Photophysik der Technischen Universität Dresden am Mittwoch. In wenigen Jahren seien erste OLED-Produkte zur Beleuchtung in Ladenregalen zu finden. «Diese werden hauptsächlich großflächige, extrem dünne Elemente sein, die beliebig im Raum angebracht werden können.» Sie böten eine deutlich verbesserte Beleuchtungsqualität, da so helle unangenehme Punktquellen im Raum vermieden würden. Die neue Technik stellen die Forscher im Fachjournal «Nature» (Bd. 459, S. 234) vom Donnerstag vor.
Stichwort: Organische Leuchtdioden
Vom aufrollbaren Bildschirm bis zur Licht spendenden Tapete: Was heute noch nach Science-Fiction klingt, könnte in einigen Jahren bereits Realität werden. Organische Leuchtdioden (OLED = Organic Light Emitting Diode) sollen es möglich machen. Bereits Ende der 90er Jahre kamen die ersten kleinen OLED-Bildschirme auf den Markt. Heute sind OLEDs als Displays in Handys, MP3-Playern, Kameras und Autoradios zu finden.
OLEDs sind sehr dünne, folienähnliche organische Schichten, die beim Anlegen einer Spannung Licht aussenden. Sie bestehen aus einer Metallkathode, einer transparenten Anode und einer dazwischen eingebetteten organischen Halbleiterschicht.
Forscher haben die ersten «leuchtenden Kunststoffe» bereits vor 20 Jahren entdeckt. Sie gelten als ideale Alternative zu heute eingesetzten Techniken im Displaybereich. Ihre Vorteile: Sie brauchen keine Hintergrundbeleuchtung, bieten aus jedem Blickwinkel ein perfektes Bild, benötigen wenig Energie und lassen sich auch auf großen Flächen - wie Tapeten - in hauchdünnen Schichten auftragen. Schwerpunkt von Forschung und Entwicklung in dem Bereich ist die kostengünstige Massenfertigung.
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