Für Schulabschluss in kleinen Etappen lernen

Duisburg/Nürnberg (dpa/tmn) - Wer für den Schulabschluss lernen muss, hat oft einen großen Bücherberg vor sich. Um ihn zu meistern, dürfen Jugendliche sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Besser ist es, sich kleine Ziele zu setzen, die erreichbar sind - zum Beispiel das erste Kapitel im Lehrbuch durchzuackern. Das rät Prof. Detlev Leutner von der Universität Duisburg-Essen. Ein kleiner Berg sei leichter zu schaffen, erklärt der Lernpsychologe in dem von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg herausgegebenen Magazin «planet-beruf.de» (Themenheft Hauptschule Ausgabe 2009/2010).

Verschiedene Fächer werden beim Lernen am besten klar getrennt. Das gilt gerade bei Fächern, die sich ähneln: Wer Mathe und Physik in einem Rutsch lernt, bringt hinterher alles durcheinander. Effektiver ist es, nach dem Dreisatz erst eine Runde Deutsch zu pauken, bevor es an die Gesetze der Hebelkraft geht. Wichtig ist außerdem, dass im Zimmer Ruhe herrscht. Radio, Computer und Handy bleiben also besser aus, damit SMS-Nachrichten und neue E-Mails nicht ablenken.

Den nötigen Motivationsschub zum Lernen bekommen Jugendliche Leutner zufolge, indem sie sich das Ziel vor Augen halten. Das kann der Schulabschluss sein, eine spätere Ausbildungsstelle, aber auch der Wunsch, auszuziehen und endlich eigenes Geld zu verdienen.